Happy New Year!

Wir wünschen allen unseren Blog-Lesern, besonders jenen, die uns so intensiv auf unserem abenteuerlichen HongKong-/Neuseeland-/Hawaiitrip begleitet haben, ein glückliches, gesundes neues Jahr mit vielen tollen Erlebnissen und schönen Begegnungen.

Bald werden wir über neue Vorhaben im Jahr 2012 berichten!

Bis dahin grüßen

Barbara & Paul, die sich für euer Interesse ganz herzlich bedanken!

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Route des Grandes Alpes (5/5)

Die Heimfahrt dauerte ganze vier Tage, denn wir entschlossen uns, den Weg über die Route des Grandes Alpes, die wir vor vielen Jahren bereits von „der anderen Seite aus“ gefahren waren, zu nehmen. Sie führt über sieben Pässe, eine echte Herausforderung für unser Wohnmobil. Der höchste ist der Col de la Bonette mit  2.800m:

Col de Toutes Aures (1124m) Frankreich

Col de la Bonette (2802m) Frankreich

Col de Vars (2111m) Frankreich

Col de l’Iseran (2764m) Frankreich

Kleiner St. Bernhard (2188m) Frankreich

Großer St. Bernhard (2469m) Italien und Frankreich

Col des Mosses (1445m) Schweiz

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Route des Grandes Alpes

Am ungewöhnlichsten war übrigens der Col des Mosses, der nach steiler Auffahrt und Hochgebirgs-Landschaft plötzlich in einer Höhe von über 1000m eine Landschaft eröffnet, die eher an das Allgäu erinnert. Weite sanfte, saftig grüne Hügel, kleine Bergbauernhöfe.  Ganz spontan würde ich diese Gegend mal für unsere BaPf-Hiking-Gruppe zum Wandern vorschlagen!!

So haben wir in einem uns schon so vertrauten Land wieder ganz neue Eindrücke mitgenommen – und es gibt noch so vieles für uns zu entdecken! Wir kommen wieder!

Au revoir! A bientôt!

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Côte d’Azur (4/5)

An der wunderschönen Côte d’Azur angekommen erreicht uns nach dieser relativ einsamen Tour quer durchs Land „endlich“ der Ferien-Tourismus :-) .  Alles ist voll. Die Tankstellen, die Läden, die Campingplätze und vor allem: die Straßen.

Im stop-and-go– Tempo fahren wir an der  Küste entlang und hatten das Glück, nach mehrfachen Absagen überraschenderweise einen Campingplatz direkt am Meer, nahe von Port Grimaud, einem bezaubernden Hafenstädtchen im eigentlichen Wortsinn, zu ergattern. Die Straßen sind Boots-Anlegeplätze, sodass jedes Haus direkt vor der Terrasse seinen eigenen Anlegeplatz hat. Dieses Städtchen dehnt sich über mehrere Straßen und Plätze aus,  verbunden durch einige Brücken, fast wie Venedig. Natürlich gibt es viele Restaurants und Shopping kommt auch nicht zu kurz (wir genossen es sehr, an einem Abend hier durch zu schlendern und noch ein Eis zu essen).

Port Grimaud

Port Grimaud

Trotz dieser  ständig verstopfter Straßen (die Küstenstraße ist ein kompletter Stau von morgens 6.00h bis nachts 2.00h) hatten wir viel Spaß, fuhren wir ja mit unserem Roller in Schlangenlinien an allen Autos vorbei. Am beeindrucktesten war ich diesmal nicht nur von Paul’s Fahrweise, sondern auch von den Autotypen, die wir so direkt hintereinander in der Schlange überholten: Jaguar, Ferrari, sogar ein Ferrari Cabriolet (!), BMW X8, Porsche, Rolls Royce u.s.w.. Kurzum, wir genossen diese Tage zwischen den „Schönen und Reichen“ sehr und hatten viel Spaß! Wir lagen am schönsten Strand der Côte D’Azur, tranken Cappuccino am Yachthafen von St. Tropez und bummelten durch die romantischen Gassen von Ste.-Maxime.

St. Tropez

St. Tropez

St. Tropez

Ste.-Maxime

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Cap de l’Homy / Lit et Mixe (3/5)

Nun brauchten wir ein wenig „Urlaub“ und machten uns auf den Weg an den von uns so geschätzten Atlantik. Sogar die Sonne machte zwei von fünf Tagen mit und so konnten wir das Strandleben genießen und uns erholen.

Cap de l'Homy

Auf dem Campingplatz

Die Strecke, die Paul uns anschließend aussuchte, um nach St.Tropez zu kommen, war einmalig schön.  Natürlich fuhren wir wie immer nur über Nebenstraßen und kennen ja schon einige Wege durchs schöne Frankreich, aber diese Strecke war einfach wildromantisch. Die kleinen Bergdörfer, von denen man glaubte, sie gibt es nur in den abgelegensten Winkeln der Alpen, kleine Bäckereien, in denen es die köstlichsten süßen Sachen gibt und junge und alte Madames die wichtigsten Neuigkeiten des Tages  austauschen; große Koppeln mit wunderschönen Pferden und zwischendurch große Schafherden.

Unterwegs zum Mittelmeer oder: der schönste Regenbogen

Neben den größeren Städten wie Toulouse und Montpellier, die wir „links liegen“ ließen, fanden wir das Kleinod Arles in der großen Camargue. Der typisch südfranzösische Stil, verbunden mit historischer Altstadt (ein Amphitheater um 90 n. Chr. erbaut und 20.000 Zuschauer fasst!) ist, zumindest an diesem herrlichen, heißen Sommertag, nicht zu überbieten! Ursprünglich keltischer Wohnsitz, dann von den Griechen kolonisiert, wurde Arles von Julius Caesar zur römischen Kolonie erhoben. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden viele Patrizierhäuser errichtet, die heute noch den Charme der Altstadt ausmachen.

Arles

Arles

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PARIS (2/5)

Na klar, wir haben die Tour wieder mit unserem Wohnmobil samt Roller gemacht und der erste Stopp führt uns nach Paris, der Stadt der Liebe – und natürlich wunderschöner Bauwerke, Arrondissements, Kaufhäuser und und und.

Passage auf den Grands Boulevards

Es war ein Genuss und Spass, eine solch große Stadt mit dem Roller zu erkunden. Wir besichtigten zum ersten Mal die Notre Dame von innen,  spazierten durch die von einer Freundin empfohlenen nicht so touristisch bekannten „drei gedeckten Passagen“ auf den Grands Boulevards, bei denen man sich ins Paris des 19. Jahrhunderts zurückversetzt fühlt und der Weg ins berühmte Kaufhaus La Fayette ist unumgänglich.  Allein die Kuppel und der Blick über Paris vom Dach des Kaufhauses (und die Damen-Schuhabteilung im Untergeschoss…)!

La Fayette

Über den Dächern von Paris

Tja, und der Montmartre ist jedes Mal wieder unser Lieblingsziel, und – jedes Mal erwischen wir einen Tag mit intensivblauem Himmel!  :-)

Montmartre

Sacre Coeur, Paris

L'Arc de Triomphe

Einen ganzen Tag widmeten wir diesmal Versailles – und waren total beeindruckt. Der Garten alleine ist diesen Besuch wert und als „Fast-Schwetzingerin“ vergleiche ich natürlich ständig mit dem Schwetzinger Schloßgarten, der ja bekanntlich Versailles, in kleinerem Format natürlich, nachgebaut wurde.

Garten von Versailles

Schloß Versailles, Spiegelsaal

Interessant ist, neben der eigentlichen Schlossbesichtigung, das etwas abgelegene, von der damaligen Königin geplante kleine Dorf. Sie hat eine Mühle bauen lassen, eine Molkerei und einem Bauernhof, auf dem Gemüse angebaut wurde und ganz normale Häuser aus der damaligen Zeit. Sie wünschte dies, damit ihre Kinder einen Einblick ins ganz normale Leben bekommen und wohnte dort auch zeitweise mit den Kindern.

Versailles

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Wir waren dann mal wieder weg…(1/5)

Nach der Rückkehr von unserer dreiwöchigen Frankreichreise müssen wir euch unbedingt ein wenig an unseren Erlebnissen teilhaben lassen: „Parce que nous aimons la France“.

Ihr findet Artikel über unsere vier Reiseabschnitte: Paris, Cap de l’homy, Côte d’Azur und St. Tropez.

Notre Dame

Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und Bilder anschauen!

Barbara & Paul

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Aloha – Back home

Unsere Reise begann mit dem spannenden Teil HongKong. Wir hatten Beide eine andere Vorstellung,  die bislang nur von Bildern oder Fernsehberichten geprägt war.

Zusammenfassend können wir sagen, dass uns die Stadt sehr beeindruckt hat, wir sie sehr genossen haben, aber in anderer Weise als erwartet. Für mich war das Besondere, dass „viel mehr China drin ist“ und weniger moderne City mit spiegelnden Hochhäusern, als erwartet. Für Paul eher, dass er HongKong noch chaotischer erwartete, als es ist.

Das einzige, was uns etwas enttäuschte war die Dschunkenstadt Aberdeen, die inzwischen von der Jugend verlassen und merklich am aussterben befindlich ist.

Besonders faszinierend war für uns beide der Blick über Victoria Harbour, von Kowloon auf die Skyline von Central HongKong bei Tag und Nacht, und der Stadtteil Temple Street in Kowloon, in dem sich das chinesische Leben mehr als hautnah spüren lässt. Auch die überall in und um die Stadt herum befindlichen „Bettenburgen“ im unerwarteten sozialistischen Einheitsstil.

Alle gesammelten Eindrücke zusammengefasst ist HongKong auf jeden Fall einen Besuch wert!

Die Fahrt durch Neuseeland stand im völligen Kontrast hierzu. Wir erlebten Natur pur, genossen die völlige Unabhängigkeit und Freiheit mit unserem Wohnmobil. Uns begleiteten faszinierende Urwälder, die schönsten Bäume, die wir je gesehen haben, Vogelgezwitscher, das wir noch nie gehört hatten, wilde Strände und Ur-Landschaften mit Vulkanen und Geysiren, HotSpots am Strand, in denen man baden kann – ja, und wo gibt es Gletscher, die bis auf Meereshöhe herunterkommen. Nicht zu vergessen die vielen exotischen Tiere, die uns so viel Spaß gemacht haben. Würden wir diese Reise noch mal machen, würden wir uns auf bestimmte Ziele konzentrieren und zwei bis drei mehrtägige Wanderungen einplanen, denn die kann man dort sehr gut machen. Wir hatten nicht nur zu wenig Zeit, weil wir ja alles sehen wollten, sondern auch nicht die richtige Ausrüstung dabei (Zelt ist erforderlich – es gibt hier unterwegs keine Pfälzer Hütten…). Wer zum ersten Mal nach Neuseeland reist sollte gleich mehr Zeit einplanen, denn fünf Wochen sind einfach zu wenig.

Gesamthaft gesehen ist die Südinsel Neuseelands für uns noch etwas sehenswerter gewesen als die Nordinsel, da sie unbestritten die gewaltigere Natur besitzt!

Wenn wir die Städte beurteilen sollten, so steht bei uns Wellington (auf der Nordinsel) hoch im Kurs!

Kurz zusammen gefasst birgt Neuseeland zwei hochinteressante, abwechslungsreiche Inseln, die für alle Naturliebhaber eine Reise wert ist – denn die Natur steht absolut im Vordergrund.

Hawaii, ja Hawaii war eigentlich ein wenig zum Entspannen gedacht, noch ein wenig Strandurlaub vom anstrengenden Neuseeland-Trip… – und es wurde ganz anders!

Oahu mit der Hauptstadt Honolulu und dem Traumstrand Waikiki steht inzwischen mindestens so hoch im Kurs wie „Big Island“, die wunderschöne Vulkaninsel mitten in diesem wilden Pazifik. Es gibt schon auf diesen beiden Inseln (und allen drumherum) so unerwartet viel zu sehen, dass wir uns gut vorstellen könnten, einen kompletten mehrwöchigen Urlaub auf Hawaii und allen seinen Inseln zu verbringen. Die Abwechslung von Großstadt, weißen Stränden, Vulkanen, Regen- und Urwäldern und Kaffee- und Ananasplantagen, den entspannten und fröhlichen Menschen – und das alles weitab von jeglichem Festland – das macht Hawaii aus! Hier dreht sich die Welt etwas langsamer – und uns gefällt diese Geschwindigkeit.

Für uns steht jedenfalls schon heute fest: Hawaii sieht uns wieder!

Zum Abschluss noch ein paar Abschieds-Bilder (Hotel, Flug, Zwischenlandung in SanFrancisco und “unser welcome”:

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THE END

Zum Abschluss unseres Hawaii-Aufenthaltes sind wir noch an die Hänge des Mount Hualalai, in die Kaffeeplantagen des berühmten und angeblich weltbesten Kona-Kaffees gefahren. Er wächst aufgrund des nährstoffreichen vulkanischen Bodens und des für den Kaffee idealen Mikroklimas: morgens sonnig und nachmittags bewölkt und feucht. Auf über 500 kleinen Farmen wird hier Kaffee der Spitzenklasse angebaut. Interessant war für uns auch die Umgebung dieses Hinterlandes und die kleinen Dörfer ganz eigener Atmosphäre.

Dies alles hat dazu beigetragen, dass wir uns kurzfristig entschlossen, hier in Hawaii ansässig zu werden, haben eine kleine Kneipe gekauft, die ja schon immer Pauls Wunsch war, haben uns in Landestracht geschmissen und rufen euch zu: ALOHA! Besucht uns doch einmal! Wir wohnen in Holualoa, fragt einfach nach Paul’s Café!

Wir möchten uns zum Abschluss bei allen bedanken, die uns mit oder ohne Beiträge in unseren Blog begleitet haben, um uns gebangt haben, uns Glück gewünscht haben und sich einfach mit uns gefreut haben!
Vielen Dank an Moni und Ulf, mit deren Neuseelandkarte wir viel besser navigieren konnten, vielen Dank an Petra und Michael, die unsere Reise mit ihren Tipps und dem Hawaii-Führer um einiges Interessantes bereichern konnten, vielen Dank an Heidrun und Lothar für den kleinen Glücksbringer, der die ganze Zeit am Rucksack hing und bestimmt dazu beigetragen hat, dass wir alle Katastrophen unbeschadet überstanden haben (übrigens haben wir gerade noch am Flughafen eine Feueralarm erlebt…). Roland danke noch mal für die Sandflies-Tipps! Und Alexander für die stetige Begleitung und Hilfe mit unserem Blog, der uns viel Spaß gemacht hat – und allen anderen hoffentlich auch!
Und liebe Grüße hier auch noch an Karola, Arno und Jürgen, mit denen wir lustige Skype-Erlebnisse hatten!
Für uns ist diese Reise zu einer echten Traumreise geworden und wir haben sie in vollen Zügen genossen! Hongkong, Neuseeland und Hawaii haben, jedes Ziel für sich, so viele neue, vor allem positive Eindrücke bei uns hinterlassen und so möchten wir uns jetzt mit einem echt hawaiianischen MAHALO (Danke Schön) und ALOHA (Auf Wiedersehen) bei euch verabschieden und:
See you in good old Germany!
Barbara & Paul

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Roundabout the Big Island

Heute stand die Inselumrundung auf dem Plan, dass der Tag jedoch so lang wird, hätten wir nicht erwartet.
Wir haben uns für die Tour natürlich ein paar interessante Punkte gesetzt, die wir unbedingt sehen wollen, denn sonst hätten wir wohl drei Tage dafür gebraucht. Erstes Ziel war ‘das heilige Tal’ im Norden der Insel, Waipio Valley, das sich in großer Breite von extrem hohen Bergen eingeschlossen ins Innere der Insel zieht. Hier wächst üppiger Wald mit wunderschönen exotischen Bäumen, das Tal ist grün und fruchtbar und übrigens in privatem Besitz, sodass man eine Genehmigung braucht, um hinein zufahren und so konnten wir nur ein paar Fotos schießen.

Nächstes Ziel war Hilo, dort hatten wir einen Helicopterflug über den Hawaii Volconoes National Park  gebucht, in dem sich auch der erst gerade wieder ausgebrochene Kilauea befindet, der ja zu den aktivsten Vulkanen der Welt gehört.
Nach einer kurzen Einführung und Sicherheitsbelehrung gings aufs Flugfeld zu dem bereits rotierenden Hubschrauber und wir hatten das Glück, diesen Flug bei Sonnenschein zu machen (trotz aller großen Katastrophen um uns herum sind wir nämlich Glückskinder!), da Hilo angeblich die regenreichste Stadt der USA ist. Selbst der Pilot beglückwünscht uns, weil es hier durchschnittlich 278 Tage im Jahr regnet und deswegen alle Touristen in den Westen “abwandern”.
Aber uns erwartet ein einzigartiges Erlebnis – der Flug über den Vulkan!!!!! Wir flogen über von Lava überzogene Landschaft, Reste von stehen gebliebenen Wäldern, Straßen und Häusern können wir erkennen, und an einer Stelle steht ein Haus mit einem roten Dach und einem kleinen grünen Grundstück, von Lava umsäumt, und der Pilot erzählt uns, dass hier seit 29 Jahren bis jetzt eine Familie wohnt. Die Straßen sind von Lava zerstört, sie hätten einen Hubschrauber, um wegzukommen.
Unser Highlight ist der Flug über den dampfenden Schlot eines Kraters, und über die Stelle, an der letzte Woche der erneute Ausbruch war. Es ist ein unheimliches Gefühl in dieser einsamen, dampfenden Landschaft über noch heiße Erde zu fliegen, die jederzeit an jeder Stelle explodieren kann. Wir denken, der Mann weiß, was er tut, denn er war Vietnam-Hubschrauber-Kampfpilot und wir haben volles Vertrauen zu ihm. Er fliegt seit 41 Jahren und will das bestimmt auch noch einige Zeit tun.

Tja, jetzt waren wir zeitlich doch ziemlich knapp dran, trotzdem fuhren wir noch mal an die East Rift Zone, die östliche Küste, raus, wo es einen herrlich wilden, mit Lavabrocken bestückten Strand gibt, wo das echte einheimische Strandleben stattfand. Mit einem köstlichen Fischburger (immerhin mit frisch gefangenem Fisch – was die Amerikaner doch aus diesem tollen Fisch so machen…) setzten wir uns auf die Steine und schauten dem Treiben zu.

Auf dem Weg zum Nationalpark kamen wir an den bekannten und für hier typischen Macadamia-Nuß-Plantagen vorbei, von denen wir natürlich auch zwei Bilder einfügen müssen.

Außerdem haben wir ja nun soviele Warnungen erlebt, erst den Zyklon auf Neuseeland, dann das Erdbeben in Christchurch, dann der Vulkanausbruch auf Big Island und noch der Tsunami auf Hawaii, der Höhepunkt der Gefahr folgte aber direkt noch hier im Anschluß:

Nachdem wir den fallenden Kokosnüssen entronnen waren, wollten wir noch den Nationalpark durchfahren und besichtigen, aber es wurde leider schon dämmrig (ab 19.00h ist es hier schon dunkel) und da außerdem die spektakulärste Straße, die Chain of Craters Road,  aufgrund des aktuellen Ausbruches gesperrt war entschieden wir, dass wir dieses Erlebnis dann mal mit dem Mauna Kea und dem Waikikistrand nachholen werden – und fuhren zurück. Erst um 21.00h waren wir in Keauhou , gingen zum Asiaten essen und ließen den abend erschöpft, aber zufrieden ausklingen.

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Gigantismus pur

Bei unserer ersten Sightseeingtour auf der Insel hatten wir zwei Ziele: die Berge Mauna Kea und Mauna Loa.
Am Morgen nach dem Tsunami haben wir uns ja vom Autovermieter direkt vom Evakuierungsplatz am Shoppingcenter abholen lassen, um unser Auto in Empfang zu nehmen. So kamen wir gar nicht mehr in unser Hotel zurück, konnten also leider nichts Warmes oder die Wanderschuhe mehr für die  Höhe (4205m) mitnehmen. Trotzdem haben wir uns (ziemlich müde, weil wir praktisch gar nicht geschlafen haben) auf den Weg gemacht. Eine herrliche Tour durch die Lavafelder, die tiefschwarze Landschaft direkt am tiefblauen Meer erwartete uns. Wir lieben diese karge Schönheit und konnten uns so richtig begeistern.

Wir wunderten uns, dass bei unserem Auto nach 150km die Tanknadel bereits fast nur noch die Hälfte der Tankfüllung anzeigte und befürchteten, dass der Tank für diese Strecke gar nicht ausreicht mit diesem ‘Benzinfresser’. Jedoch war das kein Wunder, denn, wie wir hinterher feststellten, haben wir uns in kürzester Zeit fast unmerklich auf 2.000m hochgeschraubt und es lagen noch 2.200m vor uns, da man fast bis an den Gipfel des Berges mit dem Auto fahren kann. Wir sind den schon sehr steilen Weg bis zum Visitorcenter auf 2.500m gefahren. Dort erkundigten wir uns nach den Gegebenheiten und der Ranger warnte uns davor, mit unserem Mietauto ohne Allrad ganz hinauf zu fahren. Wir zweifelten noch ein wenig, denn natürlich war das unser Ziel. Da wir aber aufgrund der Ereignisse sowieso keine passenden Klamotten dabei hatten, um den Gipfel zu erklimmen und auch ziemlich kaputt waren, verzichteten wir schweren Herzens darauf – und beschlossen in diesem Moment nach Hawaii zurückzukommen und nicht zur den Waikikistrand wiederzusehen, sondern auch den Mauna Kea zu erklimmen.

Alleine schon diese Aussicht, die wir nun auf den größten (!) Berg der Welt genossen, war gigantisch. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen:
Wir haben den höchsten Berg der Welt im Rücken (weil er vom Meeresboden aus knapp über 10.000m hoch ist!) und schauen über eine Vielzahl von farblich und größenmäßig unterschiedlichen Kratern direkt gegenüber auf den größten Berg der Welt (weil er die größten Ausmaße hat: sein Massiv ist 95km lang und 50km breit – und by the way: er ist seit 1843 mehr als 33 Mal ausgebrochen, das letzte Mal 1984)!!

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