Caín – Cap de L’homy – Heimfahrt

Bonjour mes amis,

was für eine tolle Idee!! Ich muss uns selber loben. Dass wir noch nach Caín, beziehungsweise ins Dörfchen Posada de Valdéon gefahren sind, war die beste Entscheidung. Schon dieses kleine Bergdorf – und dann der Stellplatz – dieses Panorama! Wir sind beide der Ansicht, es ist der schönste der ganzen Reise! Schaut doch nur:
04..26.u.27.07.17 STP in Posada De Valdon IMG_1656 (1)Wir laufen noch durchs Dorf und erkundigen uns nach einer eventuellen Taxi- oder Busverbindung, denn der Einstieg in die Schlucht erfolgt in dem kleinen Weiler Caín, also einem mit ein paar Häusern versehenen Fleckchen Erde und der Weg dorthin ist unserem Wohnmobil und uns kaum zumutbar.

IMG_1668 IMG_1669Tatsächlich gibt es einen Kleinbus, der uns dorthin bringen wird, allerdings gibt es auf Nachfrage drei verschiedene Meinungen über die Uhrzeit, wann der in Posada de Valdéon vorbeifährt. Also wir entscheiden uns für die Mitte und stehen um 11.30h „auf dem Platz in der Mitte des Dorfes“ und warten. Kurz nach 12:00h, wir haben schon nicht mehr daran geglaubt, kommt er tatsächlich und wir werden aufgegabelt (ihr müsst winken, dann hält er). Nach einer abenteuerlichen Fahrt können wir endlich unsere Tour starten (Kommentar-Antwort @Gaby und Gerrit und die übrigen BaPfler: dies soll die Vortour für unsere nächste Wanderung sein. Hatten wir das nicht so besprochen? 😉 Das würden wir wirklich gerne mit euch Allen machen, es wäre ein tolles gemeinsames Wandererlebnis!!) Hier in Caín gehts los:

IMG_1675IMG_1678Was sollen wir sagen, es ist wiederum sensationell, wir kommen von dieser Seite aus noch durch Höhlen und über Brücken, ansonsten ist unsere Begeisterung an diesem Weg ungebrochen – und wir sind sicher, es geht euch genauso.
IMG_1679 IMG_1681 IMG_1684 IMG_1686 IMG_1689IMG_1692 IMG_1695 IMG_1697 IMG_1701 IMG_1706 IMG_1715 IMG_1725 IMG_1736Auf dieser Seite der Schlucht verläuft der Wasser-Kanal, aufgrund dessen dieser Weg überhaupt entstand, ein Stück weit außerhalb des Berges, sodass wir euch diesen mal richtig zeigen können:

IMG_1738 IMG_1740 IMG_1745 IMG_1764 IMG_1770Nun ist unser Aufenthalt in den Picos zu Ende, zwar haben wir keine Bären gesehen, aber unglaublich schöne Natur erlebt. Wir fahren über die Westflanke in Richtung Meer, wo wir dann über die Autobahn Frankreich mit seinem herrlichen Atlantik ins Visier nehmen, um uns einfach noch ein paar Tage ins kühle Meer zu stürzen und bei Alexander und Julia und den Kids vorbei zu schauen, die dort Urlaub machen. Das Wetter ist hervorragend und so steht dem kühlen Nass, der herrlichen Gischt, dem endlosen Strand und dem wunderbar duftenden Pinienwald nichts im Wege.
02.08.17 Strand IMG_1937 (18) 30.07.17 Strand IMG_1835 (70) 31.07.17 Strand IMG_1927 (13) 31.07.17 Strand IMG_1927 (17) 31.07.17 Strand IMG_1927 (23)Mit diesen Bildern verabschieden wir uns von euch. Wir sagen mal wieder herzlichen Dank fürs Begleiten, für die netten und ideenreichen Gästebucheinträge und Kommentare und begleitenden E-Mails. Es ist so schön, so viele Menschen um uns zu haben, die sich für unsere Reisen interessieren. Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen, aufs Erzählen und das eine oder andere gemeinsame Glas Rotwein in ein paar Tagen zu Hause.

Bis dahin grüßen wir euch,

à bientôt,

eure Weltenbummler Barbara & Paul

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Picos de Europa – Teil III: Fuente Dé – Bergbahn und Abstieg

Hallo liebe Blogfreunde,

heute sind wir nun bei Teil III dieses Naturwunders angekommen. Auf dem Weg nach Fuente dé, der Bergbahnstation, umgeben von ursprünglichen Dörfern und Bergwelten, wie im gesamten Park, unterhalten wir uns über diesen herrlichen Nationalpark und tauschen unser Detailwissen aus.

Paul interessiert sich natürlich für die Höhe des höchsten Gipfels und kann mit dem Wissen glänzen, dass dieser 2.596m hoch ist. Und dass das Gebirge ein immenses vertikales Kalkgebirge ist, das mit dichten Buchen- und Eichenwäldern an den Hängen umgeben ist. Die Wiederentdeckung der Picos fand bereits im 19. Jahrhundert statt und war ein Ergebnis des verspäteten romantischen Abenteuergeistes einiger erlauchter Fremder.

Ich interessiere mich mehr für die kulturellen Aspekte und so konnte ich beitragen, dass diese Berge seit Menschengedenken Zuflucht boten für Völker, die sich gegen die Invasion anderer Kulturen wehrten. Hierzu zählt der Widerstand der letzten Asturier und Kantabrier gegen die römischen Truppen oder die bekannte Schlacht von Covadonga, in der König Pelayo die Armee der Mauren vertreiben konnte – wir erwähnten das bereits.
Die heutigen Bewohner der Picos de Europa haben sich ihre jahrhundertealte Lebensweise bewahrt, was vor allem auf die seit Jahrhunderten isolierte Lage zurückzuführen ist, in der sie von der Viehwirtschaft in den Bergen gelebt haben. Der Mensch musste also seine Arbeit den Naturkreisläufen anpassen, um dort die Weiden abzugrasen, während in den Tälern Gras gemäht und als Heu für die harten Winter gespeichert wird. Durch die Bergweidewirtschaft im Frühling und Sommer mussten die Menschen die Verwendung der Milch, die sie tagtäglich von ihrem Vieh erhielten, opitmieren und sie in ein haltbares Produkt verwandeln, das sie auch noch Monate später verzehren oder verkaufen können. So entstand der Käse der Picos de Europa, bekannt für seinen starken Geschmack, der durch die Fermentierung in den Höhlen entsteht. Er reift auch heute noch in den Höhlen der Berge.
Aufgrund der hier befindlichen Ökosysteme ist auch die Fauna reichhaltig. Weiden, felsige Gipfel, offene Wiesen, dichte Wälder, Höhlen, Seen und Canyons sind Lebensraum für die kantabrische Gemse, Alpenkrähen, Steinadler und Gänsegeier, Rebhühner, Rehe, Hirsche, Wildschweine, Füchse und Wildkatzen. Der Braunbär, der Wolf und der atlantische Wildlachs sind wohl die für uns außergewöhnlichsten Bewohner.
All das macht diesen Nationalpark zu einem Juwel für die Besucher. Dabei ist er noch so unbekannt. Vielleicht aber kann er sich ja gerade dadurch noch das Ursprüngliche bewahren …

Inzwischen sind wir in Potes angekommen, einem verhältnismässig touristischen Städtchen, das uns mal wieder ein wenig Leben bot.
02..Potes IMG_1637 (1) 02..Potes IMG_1637 (8) 02..Potes IMG_1637 (11) 02..Potes IMG_1637 (12)02..Potes IMG_1637 (20) 02..Potes IMG_1637 (22) 02..Potes IMG_1637 (25)Als wir an der Bahnstation ankamen, waren wir dann doch von dem Andrang überrascht. Die Gondel macht es halt jedem Besucher sehr leicht, einmal in die Gipfel der Berge vorzudringen. Wir blieben dennoch bei unserem Plan, mit der Bahn nach oben zu fahren und dann einen, in langen Strecken einfachen, Abstieg zu wählen. Allerdings beachte man die Einschränkung „lange Strecken“ …
05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (2) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (6) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (9)Wir sind ca. 6 Stunden unterwegs, genießen den Weg in vollen Zügen und möchten nun natürlich auch euch wieder teilhaben lassen an den Panoramen. Tierische Begegnungen durften auch hier nicht fehlen.
05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (18) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (19) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (21) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (22)05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (27) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (29) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (30) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (33) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (34) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (37)05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (40) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (44) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (46) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (54) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (57)

Und der Rest des Weges forderte dann überraschenderweise doch nochmal unsere Bergfestigkeit heraus:05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (59) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (61) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (72) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (78) 05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (79)Da es uns im ‚Picos‘ so gut gefällt, entscheiden wir, noch nach Caín zu fahren und von dort aus den Schluchtenweg in entgegengesetzter Richtung zu laufen. Das Wetter bleibt stabil.

05..25.07.17 Puente De Wanderung IMG_1606 (1)Bis dahin, sonnige Grüße von euren Weltenbummlern
Barbara & Paul

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Picos de Europa – Teil II: „Die Schlucht“

Ein fröhliches spanisches HOLA! ihr Lieben,

ja, in Arenas de Cabrales angekommen, dreht sich alles, neben dem hier in den Felshöhlen gereiften, blaugeäderten Cabrales-Käse, um die Cares-Schlucht – diesen Wanderweg von ganz besonderem Reiz! Der in ungewöhnlich hoher Höhe (sagt man das so?) in den Jahren 1916 – 1921 in den Fels eingehauene Weg diente für die Kanalisation, als Zugang zur Wasserkraftanlage von Poncebos und verbindet die Dörfer Poncebos in Asturien und Caín in Léon. Er stellt früher wie heute während der Winter mit intensiven Schneefällen die einzige Verbindung der beiden Ortschaften dar und ist ca. 12,5km lang.

Wir mussten einen Tag warten, denn das Wetter wollte nicht mitspielen. Dieser steinige, ungesicherte und von Steinschlag gefährdete Weg kann, oder sollte zumindest, nur bei Trockenheit gegangen werden. Nachdem wir komfotabel mit dem Roller bis zum Einstieg des Weges fahren konnten, begann dieser teilweise ziemlich steil. Dann jedoch geht es noch ein wenig hoch und runter, also mehr hoch als runter, aber dann irgendwann hat man eine bestimmte Höhe erreicht, in der man fast eben, auf einem wie mit einer Schnur gezogenen Weg am Rande des Felsens laufen kann. Hier muss man einfach trittsicher und schwindelfrei sein, das sind wir ja. Das Besondere an diesem Weg ist die Höhe, in der man läuft, die ständig neben einem steil abfallende und auf der anderen Seite aufbäumende Felswand – und natürlich: das Panorama. Es ist unbeschreiblich, deshalb lehnt euch zurück und betrachtet einfach nur diese Fotos:
01..22.07.17 Rollertour Arenas de Cabrales nach Poncebos IMG_1367 (20)01..22.07.17 Rollertour Arenas de Cabrales nach Poncebos IMG_1367 (23)01..22.07.17 Rollertour Arenas de Cabrales nach Poncebos IMG_1367 (13) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (2) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (12)02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (31) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (33)02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (17)02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (34) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (35)Den gesamten Weg haben wir nicht gemacht. Komplett hin und zurück wäre uns zu viel gewesen. Und die einfache Strecke hätte mit sich geführt, dass wir mit einem Taxi 100km um den Park herum hätten zurückfahren müssen. Das wollten wir auch nicht. So haben wir einfach an einer der wenigen, möglichen Stellen eine Essen-Pause eingelegt und uns dann auf den Rückweg gemacht, auf dem dann noch so einige tierische Erlebnisse für Abwechslung sorgten.
02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (38) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (40) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (41) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (55) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (58) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (69)02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (75) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (83)02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (111)02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (92) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (103) 02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (108)Wir waren insgesamt ca. 6 Stunden unterwegs und haben uns dann ziemlich gefreut, dass wir mit dem Roller bis zum Ausgangspunkt gefahren sind und nicht mit dem Wohnmobil auf einem der relativ weit entfernten Parkplätze parken mussten. So konnten wir direkt aufsteigen und zurück rollern …
02..23.07.17 Garganta del Cares Schlucht bei Arenas de Cabrales IMG_1485 (1)
Es grüßen euch herzlich eure Weltenbummler
Barbara & Paul

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